Withings Pulse Ox im Test: Der Alleskönner unter den Aktivitäts– und Gesundheitstrackern

Hieß der nicht mal anders?

Neuer Name, gleiche Funktionen und Optik

Um einer möglichen Urheberrechtsverletzung aus dem Weg zu gehen, hat Withings sich dafür entschieden das uns bereits bekannte Kürzel  „O2“ in „Ox“ zu ändern. An der Optik und an den Eigenschaften hat sich aber nichts geändert. Der Withings Pulse Ox umfasst eine Aktivitätsverfolgung bei der Schritte, Höhenunterschiede, die zurückgelegte Entfernung und der Kalorienverbrauch erfasst werden. Weiterhin überzeugt der Fitness- Tracker durch eine Schlafanalyse und 2 überzeugende Gimmicks, welche bei seinem Vorgänger der Withings Pulse, nicht anzutreffen waren: Die Messung der Herzfrequenz und des Blutsauerstoffs. So weit, so gut! Doch wir wären nicht wir, wenn wir das nicht kritisch hinterfragen würden. Deswegen kommt es jetzt zum spannenden Teil: Unserem Test!

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Withings Pulse Ox: Ziemlich flexibel einsetzbar

WEAR IT YOUR WAY

Das ist Geschmackssache oder DIE willst du zum Feiern umtun?

Diese Sätze habe ich in meinem Freundeskreis als Reaktion auf meine Pulse Ox oft hören müssen. Und ich muss zugeben, dass der Fitness Tracker besonders bei uns Frauen wahrlich kein Blickfang ist. Im Lieferumfang befindet sich neben der Messeinheit ein Silikonarmband, welches in blau und schwarz erhältlich ist. Ich habe es in blau zur Verfügung gestellt bekommen und gerade in dieser Farbe, erinnerte es mich jedes mal an ein Schlüsselarmband für ein Schwimmbadspind. Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, hält uns Withings 3 unterschiedliche Tragemöglichkeiten offen, die wir auch alle mit dem mitgelieferten Zubehör nutzen können: Das Silikonarmband fürs Handgelenk und ein Kunststoff- Clip für die Kleidung. Zusätzlich können wir die Messeinheit einfach aus dem Clip oder Armband heraustrennen und lose in die Hosentasche stecken.

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Withings Pulse Ox: Multitalent

Ready Steady Go!

Die Inbetriebnahme des Geräts funktionierte reibungslos: Einfach die kostenlose App „Health Mate“ (für iOS und Android) herunterladen, den Tracker per Bluetooth verbinden und dann kann es auch schon losgehen.  Der Pulse Ox ist 24h über automatisch mit dem Smartphone verbunden, allzeit bereit für eine einwandfreie Synchronisation der Daten. Eine Aufladung des Trackers erfolgt über das mitgelieferte Mini USB Kabel und die Akkulaufzeit beträgt sage und schreibe 14 Tage!!!

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Withings Pulse Ox

Nachdem alles eingerichtet ist, klicken wir uns nun einmal gemeinsam durch die Funktionen. Und das mit nur EINEM Bedienknopf. Was mich hier überzeugt hat, war die Möglichkeit auf vergangene Daten zurückzugreifen. Durch einen Wisch von links nach rechts können bei allen Funktionen zurückliegende Werte eingesehen werden und das über einen Zeitraum von 2 Wochen.

  1. Klick : Funktion des Schrittzählers mit dem fixierten Tagesziel von 10 000 Schritten

Wer seine Gesundheit nachhaltig verbessern möchte, sollte täglich etwa 10 000 Schritte gehen. Dies entspricht in etwa einem 5 Kilometer Fußmarsch und ist für mich persönlich ganz schön viel. Eine individuelle Anpassung seines Tagesziels wäre an dieser Stelle sinnvoller gewesen.

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  1. Klick: Höhenprofil

Über unsere Schrittart kann der Tracker messen, ob wir eine Treppe hochgehen oder Berge besteigen. Das heißt, dass die zusätzliche Kraftanstrengung durch die angegebenen Höhenmeter berücksichtigt wird.

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  1. Klick: Messung der zurückgelegten Entfernung

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  1. Klick: Wie viele Kalorien habe ich durch meine Aktivitäten verbraucht?

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  1. Klick: Entscheide zwischen Herzfrequenz und Schlafmenü

Die  Funktion der Schlafanalyse war beim Test mein persönliches Highlight. Wie oft wundert man sich, weshalb man tagsüber kaum die Augen aufhalten kann, obwohl man doch früh schlafen gegangen ist? Der Pulse Ox bringt Licht ins Dunkel. Dafür muss die Messeinheit wieder in das hübsche Silikonarmband eingesetzt werden, welches sich aber sehr angenehm tragen lässt (und nachts sieht dich ja eh keiner :P).  Bei der Auswertung wird zwischen der Wachheitsphase, sowie dem Leicht –und Tiefschlaf unterschieden. Diese werden in der App graphisch anschaulich dargestellt. Der Tracker erkennt automatisch, wann die Schlafphase beendet ist, so dass man morgens nicht daran denken muss die Funktion auszuschalten.

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Das „Ox“ steht für Pulsoximetrie. Das bedeutet, dass der Tracker sowohl die Herzfrequenz (Puls), als auch die Sauerstoffsättigung des Blutes (Oximetrie) messen kann. Dies geschieht per LED- Licht und Photozelle auf der Rückseite der Messeinheit, durch simples auflegen des Zeigefingers. Die LEDs durchleuchten unseren Finger und die Photozelle bemisst unsere Äderchen. Diese Prozedur dauert etwa 1 Minute. Nachteil: Bei jeder Messung muss man den Tracker aus dem Armband nehmen. Vor allem beim Sport ist dies mehr als lästig und kann keinesfalls die Funktion eines Pulsgurtes ersetzen. Außerdem schlagen viele Messungen fehl, wenn man seinen Finger zu fest oder zu schwach aufsetzt. Deswegen würde ich diese beiden Funktionen nicht allzu stark überbewerten und eher als nette Zusatzfunktion betrachten.

Ganz schön viele Funktionen für so ein kleines Gerät

Und es kommt sogar noch besser: Der Tracker punktet nämlich zudem durch eine Laufanalyse. Nach einer Minute erkennt der Pulse Ox automatisch, dass wir einen Lauf begonnen haben. Der Bildschirm zeigt uns folglich die Dauer und die zurückgelegte Entfernung unserer Joggingeinheit an. Laufen wir mehrmals am Tag werden die Daten über den Tag aufsummiert. Tolle Funktion mit einem kleinen Manko: Die Ablesbarkeit des Displays bei Sonnenschein ist ein wenig problematisch.

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WITHINGS PULSE OX : FAZIT UND INNOVATIONS-CHECK

Der Pulse Ox ist zwar kein Schnäppchen, für den Preis von rund 120 € Withings Pulse Ox – Tracker Blau (Affiliate) kommen Fitnessbegeisterte jedoch sehr wohl auf ihre Kosten. Die Genauigkeit der Daten liegt, wie bei den meisten Fitness- Trackern auch, bei etwa 75 bis 80%. Der Pulse Ox liefert uns somit Richtwerte, die medizinische Daten logischerweise nicht ersetzen können. Zum Schluss möchte ich noch die Darstellung und Auswertung  der Daten in der App „Health Mate“ positiv herausstellen. Hier werden die gesammelten Infos übersichtlich im Dashboard angezeigt und die Ergebnisse chronologisch in einer Timeline dargestellt.  Auch über das Withings- Internetportal können die Daten eingesehen werden. Der Pulse Ox  kann weiterhin mit weiteren Geräten, wie beispielsweise mit dem von uns bereits getesteten Withings Smart Body Analyzer (Link zum Test) gekoppelt werden. Die Informationen der Geräte werden folglich auf der App bzw. auf dem Internetportal übersichtlich dargestellt.

9
Withings Pulse Ox

Pros

  • Gute Akkulaufzeit
  • Schlafüberwachung
  • Mehrere Tragemöglichkeiten
  • Inbetriebnahme einfach und reibungslos
  • Schönes Design der Messeinheit
  • Übersichtlichkeit der App

Kontras

  • Optik des Armbandes

Unser Fazit


DESIGN
7
TRAGEKOMFORT
9
PREIS & LEISTUNG
8
AUSSTATTUNG
10
INNOVATION
10