Volvo Drive Me Projekt: Selbstfahrende Fahrzeuge schon 2017

Vor ein paar Tagen lud uns Volvo überraschend zu einer Online Pressekonferenz ein. Es ging um das „Drive Me“ Projekt und die Fortschritte, die Volvo in der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen macht. Schon letztes Jahr wurde das Projekt gestartet, indem man Prototypen auf ausgewählten Straßen von Göteburg testen ließ.

Im zweiten Jahr des Projektes geht Volvo nun ein Schritt weiter: Sie integrieren ein Auto-Pilot Komplettsystem in die Prototypen, so dass die autonomen Fahrzeuge problemlos am öffentlichen Verkehr teilnehmen können. Das wirklich ambitionierte Ziel dabei:

Volvo möchte spätestens in 2 Jahren ermöglichen, dass 100 Kunden mit selbstfahrenden Fahrzeugen die Straßen rund um Göteburg unsicher machen.

In der Entwicklung vom Auto-Pilot System wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Elektronik mit Hilfe von Backup-Systemen auch dann noch funktioniert, wenn ein technischer Defekt vorliegt. Der schwedische Automobilhersteller möchte seinen Kunden die höchste Sicherheit gewährleisten und ist nicht darauf angewiesen, dass der Fahrer selbst bei kritischen Situationen manuell eingreift.

 99 Prozent Zuverlässigkeit sind für uns nicht gut genug. Wir müssen viel näher an die 100 Prozent kommen, ehe wir selbstfahrende Autos gemeinsam mit anderen Verkehrsteilnehmern auf öffentliche Straßen lassen.  Ein Ausfall der Bremsanlage beispielsweise ist sehr unwahrscheinlich, doch ein selbstfahrendes Auto braucht ein zweites unabhängiges System, das das Fahrzeug im Notfall sicher zum Stillstand bringt.

Dr. Erik Coelingh (Technical Specialist bei Volvo Cars)

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Knifflige Situation? Kein Problem!

Dabei müssen wir uns keine Sorgen machen, dass der AutoPilot in Notsituationen ausfällt. Volvo hat darauf geachtet, dass das System alle Verkehrssituationen kennt, vom Cruisen in der Stadt bis hin zur Notbremsung bei einer Gefahrensituation. Möglich macht das ein vielschichtiges Komplex aus Sensoren, cloud-basierten Diensten sowie Brems- und Lenksystemen. Eine Liste der Systembestandteile ist endlos lang, eine kurze Aufzählung gefällig?
Sensortechnik, Kombinierte Radar- und Kameraeinheit, Umgebungsradar, 360-Grad Rundumsicht, Mehrfach Laser, Trifokal-Kamera, Fernbereichsradar, Ultraschallsensoren, 3D-Digitalkarte, Hochleistungs-Positionsbestimmung und Cloud Services. Zu viel versprochen?

So wie ein guter Fahrer nähert sich auch das selbstfahrende Auto einer möglicherweise gefährlichen Situation mit der gebotenen Vorsicht. Und in einer echten Notsituation reagiert das Auto sogar schneller als die meisten Menschen.

Dr. Erik Coelingh (Technical Specialist bei Volvo Cars)

Das System erkennt auch schlechte Bedingungen, bei denen es für die Sicherheit besser ist, dass der Fahrer die Steuerung des Wagens übernimmt. Sollte der Fahrer das nach Aufforderung dennoch nicht tun, steuert das System das selbstfahrende Auto zum nächstgelegenen sicheren Halteplatz.

Eine Komplettlösung für selbstfahrende Fahrzeuge zu entwickeln ist ein großer Schritt. Wenn das öffentliche Pilotprojekt gestartet ist und läuft, wird es uns mit wertvollem Wissen über die Einbindung autonom fahrender Autos im Verkehrsgeschehen versorgen. Und wir werden erfahren, wie wir damit zu nachhaltiger Mobilität beitragen können.

Dr. Erik Coelingh (Technical Specialist bei Volvo Cars)

Autonomes Fahren macht unser Leben leichter

Wozu sind eigentliche selbstfahrende Fahrzeuge gut? Brauchen wir das wirklich? Ich sage ja, ja, ja!!!! Neben der höheren Sicherheit am Steuer, kann auch der Kraftstoffverbrauch und damit die laufenden Kosten gesenkt werden. Auch die Reduzierung der Anzahl von Staus würden mit autonomen Autos ermöglicht werden. Ich kann das Jahr 2017 kaum mehr abwarten …