Toshiba KIRA-101: VOLLE POWER ULTRABOOK

Ich muss gestehen, als Windows-Fan war ich schon immer ein wenig neidisch auf die stylische Optik der Macbook-Serie von Apple. Schlanke Abmessungen, hochwertige Verarbeitung, hohe Mobilität – Werte, für die ich auch gerne tiefer in die Tasche greifen würde. Intel kündigte 2011 „Ultrabooks“  auf der Computex an und damit eine Konkurrenz für Macbooks: Sie sollten besonders dünn und leicht sein und per Intel-Prozessoren betrieben werden. Damit sich ein Notebook auch „Ultrabook“ nennen darf, gibt es eine Reihe von Anforderungen: Eine hohe Akkulaufzeit, eine gute Performance und ein blitzschnelles Standby-Aufwachen sind nur einige davon. Mittlerweile ist die Anforderungsliste von Intel gewachsen und es gibt immer mehr Ultrabooks auf dem Markt zu kaufen.

Ich durfte eines der zurzeit stylischsten Ultrabooks im Handel testen, das Toshiba KIRA-101. Ich war wirklich gespannt, ob dieses Ultrabook von der Optik und Verarbeitung endlich mit einem Macbook von Apple mithalten kann.

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Toshiba Kira-101: Display

EDLE OPTIK & GERINGES GEWICHT

Notebooks, wie das Asus Zenbook und Macbook Air haben die Messlatte verdammt hoch gesteckt, wenn es um das Design und die Verarbeitung geht. Aber ohne Frage: Das Kira-101 von Toshiba reiht sich nahtlos in diese starke Konkurrenz ein. Zwar wird es nicht von einem Aluminium Gehäuse umhüllt, doch das silberfarbene Magnesium fühlt sich ähnlich wertig an und macht das Ultrabook zum Fliegengewicht: Mit 1260g ist es mindestens 100g leichter als ein Macbook Air 13 oder ein Asus Zenbook UX301A.  Ein weiterer Vorteil vom Magnesium-Gehäuses: Unschöne Fingerabdrücke gehören der Vergangenheit an. 

Das Kira-101 ist 17 mm flach, durch die Keilform des Gehäuses wirkt es optisch aber noch dünner. Außerdem besticht das Ultrabook mit ultra-schmalen Displayrahmen, die je nach Seite nur etwa 1,1 bis 1,7 cm messen. Vor Displaykratzern braucht man beim Kira-101 keine Angst zu haben: Es ist ein kratzfestes Concore Glass verbaut.

Die Tastatur des Ultrabooks entspricht dem bekannten Standard, so dass man auch längere Texte ohne große Eingewöhnung auf dem Kira-101 fehlerfrei schreiben kann. Für Arbeitssituationen bei schlechtem Umgebungslicht sind weiße LEDs verbaut, die die schwarze Tastatur hilfreich beleuchten. Zudem gibt es einen klaren Tastatur-Druckpunkt, nur könnte die Rückmeldung besser sein. Das eingebaute Touchpad funktioniert dagegen super präzise und Mehr-Finger-Gesten werden ohne größere Verzögerungen umgesetzt.

DIE GEBÜRSTETE MAGNESIUMOBERFLÄCHE
IST OPTISCH EINE WUCHT!

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Toshiba Kira-101: Tastatur

PIXEL SATT

Seitdem Apple die Macbook Retina-Serie präsentiert hat, werden Ultrabook Displays immer besser. Mehr als das: Das 13,3 Zoll große Bildschirm vom Toshiba Kira-101 ist mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 221 ppi der Macbook Retina Serie dicht auf den Fersen, bietet aber zudem noch einen fantastischen Touchscreen.

„Pixelsuche“ ist angesagt und das macht wirklich Laune, denn auch wenn einige Schriften und Icons von Windows 8.1 klein erscheinen, das Kira arbeitet mit einer 200-prozentigen Skalierung, was die Lesbarkeit verbessert. Ich bin mir sicher, dass mit Launch von Windows 10 diese Probleme der Vergangenheit angehören. Eins ist aber sicher: Hochauflösende Displays sind in Zukunft ein absolutes Must-Have.

Der Touchscreen ist gleichmäßig ausgeleuchtet und punktet mit starken Kontrasten, doch einen Wehrmutstropfen habe ich dennoch gefunden: Mit 200 cs/qm ist das Display leider nur mäßig hell, bei starker Sonneneinstrahlung im Park konnte ich kaum etwas auf dem sonst so guten Display erkennen.

PIXELPURE-DISPLAY: DER NAME IST PROGRAMM

 KIRA-101 ALS SPEEDY GONZALES

Was mir von besonderer Wichtigkeit ist: Die Geschwindigkeit bei einem Notebook. Zeit ist bekanntermaßen Geld – und ging es nach dem KIRA-101 wäre ich wahrscheinlich schon reich. Im Kira arbeitet der Dual-Core i7-4500U Prozessor in Verbindung mit einer 256 GB großen SSD Festplatte. Die SSD im mSATA Format ist ein Performance-Gott: Das Starten von Programmen, das Aufwachen aus dem Standby Modus, ja sogar das Arbeiten mit Photoshop – alles geht richtig zügig von der Hand. Sogar bei Office-Arbeiten oder beim Surfen im Web macht sich diese Kombination positiv bemerkbar.
Für die Grafik ist die integrierte HD Graphics 4400 zuständig, die mühelos mit Programmen wie Photoshop oder InDesign fertig geworden ist, doch bei Videobearbeitungen und aufwendigen Spielen habe ich sie in die Knie gezwungen:
Schade, dass keine zusätzliche Grafikeinheit als GPU verbaut ist.

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Toshiba Kira-101: Schlanke Keilform

HARMAN/KORDON SOUNDYSTEM UND MEHR

Ich liebe Musik und das überall. Auf der Arbeit, in der Redaktion oder unterwegs – ohne Musik kann ich nicht leben. Für Leute wie mich, hat sich Toshiba mit Harman/Kordon einen Hifi-Spezialisten ins Boot geholt und das Resultat ist hörbar: Der Mittel- und Hochtonbereich glänzt  mit einem satten und klaren Sound, nur im Bassbereich fehlt es an Stärke und Volumen. Insgesamt aber sicherlich eines der besseren Soundsysteme, das in einem Ultrabook verbaut ist.

Die Akkulaufzeit ist zufriedenstellend, mein Kira hielt den ganzen Tag, ohne an die Steckdose zu müssen, durch. Auch wenn man mal einen ganzen Tag (ca. 8-10 Stunden) unterwegs sein sollte, das Kira-101 von Toshiba macht das durch den verbauten 4-Zellen Lithium-Polymer-Akku mit 51 Wattstunden locker mit. Was mir aber beim Arbeiten mit dem Ultrabook aufgefallen ist: In manchen Situationen und unter Volllast wurde der Lüfter unangenehm laut, der sonst eigentlich ziemlich leise seine Arbeit verrichtet.

FAZIT UND INNOVATIONSCHECK: Toshiba KIRA-101

Ich muss ja gestehen, insgeheim habe ich mich in das Toshiba Kira-101 verliebt. Ja es stimmt, man sieht die optische Inspiration vom Macbook Air … und ja, mit zurzeit 1500 Euro bei Amazon: Toshiba KIRA-101 (Affiliate) ist es kein Schnäppchen … aber es ist einfach ein leichtes, ultramobiles, stylisches Notebook – das dazu Leistung satt bietet. Innovativ ist das PixelPure-Touchscreen mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und die SSD macht das Ultrabook zu einem echten Sprinter. Während des Tests habe ich mich immer wieder gefragt, was ich mir noch von einem Notebook wünsche? Meine Bedürfnisse mobil zu arbeiten, meine Workstation immer dabei zu haben und das bei einem geringen Eigengewicht: All das hat das Kira-101 erfüllt. Die einzigen Schwachstellen, die ich entdecken konnte, sind der zum Teil laute Lüfter und die schwache interne Grafiklösung.

Ist doch klar, dass ich schon ein wenig wehmütig war, als ich das Ultrabook wieder zum Hersteller schicken musste.

KIRA!!! ICH WERDE DICH VERMISSEN!!!

8.8
TOSHIBA KIRA-101

Pros

  • Design
  • Verarbeitung
  • SSD-Performance
  • Gewicht
  • Display-Auflösung

Kontras

  • Lauter Lüfter unter Vollast
  • Schwache interne Grafikeinheit
  • Hoher Preis

Unser Fazit


Design
9
Verabeitung
10
Performance
7
Mobilität
10
Preis & Leistung
7
Display
9