Teufel Airy Bluetooth Kopfhörer im Test: Teuflisch gut?

In der digitalisierten Welt von heute sind sie Pflicht: Bluetooth Kopfhörer. Wer hat 2015 noch Lust auf Kabelsalat? Mittlerweile bieten Bluetooth Kopfhörer nämlich einfachste Bedienung und das ohne einen großartigen Verzicht auf Soundqualität. Das, was vor ein paar Jahren noch nicht denkbar war, ist heute Realität. Seitdem sind drahtlose Kopfhörer immer beliebter und haben sich zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt. Natürlich möchte Teufel, das bekannte Audiounternehmen aus Berlin, ein Stück vom Kuchen.

Deswegen stellte das Berliner Unternehmen auf der IFA 2014 mit dem neuen „Airy“ ihren drahtlosen Kopfhörer mit Bluetooth 4.0 und apt-X vor. Außerdem soll der Kopfhörer mit NFC und einer effektiven Außenschalldämmung (Keine Noise-Cancelling-Technik) überzeugen. Ob sich der Kaufpreis von fast 150 Euro für den Teufel Airy rentiert, zeigt euch unser Test!

Teufel_Airy_One_Ear_Kopfhörer_Bluetooth_Test_Zeltimhaus

Teufel Airy: Kein Faltmechanismus

Großartige Verpackung – mittelmäßiges Design!

Ich muss Teufel ein echtes Kompliment machen. Denn in Sachen Verpackung und Präsentation ihrer Produkte haben sie in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. Schon beim Auspacken verbreitet sich eine immense Vorfreude auf das Produkt. Im Lieferumfang findet sich dann neben dem Teufel Airy eine äußerst hochwertige Transportbox, ein USB-Kabel und ein schönes passives Kopfhörerkabel, für den Einsatz ohne Bluetooth Verbindung, wieder. All das wirkt außerordentlich gut verarbeitet und macht einen wirklich edlen Eindruck. Ein wenig enttäuscht war ich dann von den Kopfhörern selber: Leider ist fast alles am Produkt aus Kunststoff. Das hat zwar den Vorteil, dass die Kopfhörer mit nur 150 Gramm angenehm zu tragen sind, macht aber haptisch einen minderwertigen Eindruck. Da gibt es in der Preisklasse auch andere Hersteller, die bei ihren Kopfhörern auf hochwertigere Materialien setzen.

Auch wenn der Kunststoff nicht gerade der Hit ist, die Verarbeitung der Kopfhörer ist einwandfrei. Nichts wackelt oder knarzt. Die Ohrpolster vom Teufel Airy bestehen aus Kunstleder und lassen sich, wie das ganze Bügelband, ersetzen. Das ist aus hygienischer Sicht ein großer Vorteil. In Sachen Design weiß der Teufel Airy zu gefallen: Trotz der Materialwahl wirkt er hochwertig, edel und dabei sogar stylisch. Farblich kann man sich zwischen weiß, beige und anthrazit entscheiden. Hier wird jeder Hipster fündig!

Was ich persönlich schade finde ist, dass der Teufel Airy keinen Faltmechanismus bietet. Deshalb nimmt der Transport der Kopfhörer in der Box einiges an Platz ein.

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Teufel Airy: Praktisches Drehrad

Einfach, einfacher, Teufel Airy

Als stolzer Besitzer eines Nokias 930 bin ich besonders von der Kopplung mit dem NFC Chip begeistert. Alles was ich machen musste, war die Ohrmuschel an mein Smartphone zu halten und schon war der Teufel Airy gekoppelt. Wer kein NFC taugliches Smartphone hat, kann sein Smartphone per Bluetooth verbinden. Ich kann euch aber beruhigen, das funktionierte im Test fast genauso leicht.

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über das innovative Drehrad an der Ohrmuschel. Hier findet sich die Einschalt- und Wiedergabetaste, die Lautstärke-Einstellung und die Vorwärts- und Rückwärts-Taste. All das funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ohne Probleme. Als Zusatzfeature könnt ihr einen Anruf annehmen und führen. Der Airy verfügt nämlich über eine integrierte Freisprecheinrichtung und unterstützt Internetdienste wie Skype oder Facetime. Das verbaute Mikrofon überzeugt durch eine gute Rausch- und Echounterdrückung, wodurch mein Gesprächspartner mich immer gut verstehen konnte.

Der Teufel Airy punktet enorm mit seiner einfachen Bedienung!

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Teufel Airy: Beige

Enorme Ausdauer

Ein wichtiges Kriterium bei einem Bluetooth Kopfhörer ist natürlich sein Ausdauervermögen. Im Fernbus nach Paris möchte man sich zwischendurch keine Sorgen machen, wie lange der Kopfhörer noch mitmacht. Ich kann euch aber versichern, auf den Teufel Airy ist Verlass. Zwar hält der Akku, nicht wie vom Hersteller versprochen 20 Stunden durch, aber mit 15 Stunden bei einer leicht erhöhten Lautstärke muss sich der Bluetooth Kopfhörer ganz sicher nicht vor der Konkurrenz verstecken.

15 Stunden – welche Zugreise dauert länger?

Spürst du den Druck?

Ja, der Teufel Airy ist mit 150 Gramm ziemlich leicht. Ja, der Teufel Airy lässt sich präzise durch das verstellbare Kopfband einstellen. Nein, der Teufel Airy ist dennoch nicht der bequemste Bluetooth Kopfhörer, den ich bisher getragen habe. Das liegt am hohen Anspressdruck der straff aufliegenden On-Ear Polster. Das merkt man aber erst, wenn man die Kopfhörer nach einer stundenlangen Bahnfahrt wieder abnimmt.

Nicht falsch verstehen, der Teufel Airy ist alles andere als unbequem. Für mich persönlich könnte er aber ein Tick lockerer sitzen.

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Teufel Airy: Stylische Transportbox

Teuflisch guter Bass!

Showdown für den Teufel Airy, jetzt geht es um den Klang! Ich war schon richtig gespannt, wie gut der Sound per Bluetooth 4.0 mit apt-X Unterstützung klingt. Mein Fazit? Ich war völlig erstaunt, wie Teufel diese erstaunlichen Bässe aus den filigranen Kopfhörern bekommt. Der Sound kommt sehr offen und spritzig daher, der knackige Bass macht besonders im R&B und HipHop Bereich eine Menge Spaß. Die Trennung von Instrumental und Voice gelingt dem Teufel Airy erstaunlich gut und auch die gute Abschirmung von Außengeräuschen, trotz fehlender Noise-Cancelling-Technik, ist lobenswert. In den Mitten und Tiefen gibt sich der Teufel Airy keine Blößen, nur in den Höhen fehlt es mir hier und da an Brillanz. Auch wenn man die Lautstärke bis zum Maximum aufdreht, verzerrt der Sound nicht. Aber aufpassen, das tut euren Ohren aus Sicht der Gesundheit nicht besonders gut 😉

Der Teufel Airy punktet dort, wo es drauf ankommt: Beim Sound!

TEUFEL AIRY : FAZIT UND INNOVATIONS-CHECK

Was habe ich mir  eigentlich vom Teufel Airy erhofft? In erster Linie einen guten Sound. Genau da hat mich der Teufel Airy auch auf jeden Fall nicht enttäuscht. Begeistert haben mich die Akkulaufzeit von 15 Stunden und die stylische Optik. Nicht so gut empfand ich die Haptik der Kopfhörer, die großenteils aus Kunststoff bestehen. Das sorgt aber für ein Fliegengewicht, so dass sich der Kopfhörer insgesamt locker über mehrere Stunden tragen lässt. Für mich persönlich liegt der Kopfhörer ein wenig zu eng an, aber zur Verteidigung der Teufel Airy sei gesagt: Ich habe einen echten Kanisterkopf! Für unter 150 Euro bei Amazon: Teufel Teufel AIRY Beige (Affiliate) schnürt Teufel ein wirklich interessantes Gesamtpaket, das von der Konkurrenz erstmal geschlagen werden muss. Deshalb gibt es von mir einen klare Kaufempfehlung!

8.2
Teufel Airy

Pros

  • Stylisches Design
  • Kraftvoller Bass
  • Gute Bedienung
  • NFC & Bluetooth 4.0
  • Hochwertige Transportbox
  • Bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit
  • Fliegengewicht mit 150 Gramm

Kontras

  • Hoher Anpressdruck
  • Schlechte Haptik
  • Höhen fehlt es an Brillanz

Unser Fazit


DESIGN
8
BEDIENKONZEPT
10
PREIS-LEISTUNG
8
TRAGEKOMFORT
7
HAPTIK
7