Garmin Vivosmart: Der Fitness-Alleskönner

Neues Jahr, neues Glück. Das Jahr ist schon mehr als zwei Wochen alt und seien wir mal ehrlich: Bei Vielen von uns sind die guten Vorsätze schon längst gebrochen worden. Ich hatte mir auch vorgenommen, ein paar Pfunde im nächsten Jahr los zu werden. Um dieses Ziel auch wirklich zu erreichen, habe ich mir einen Motivationshelfer ins Haus geholt: Das Garmin Vivosmart.

Der Nachfolger vom Garmin Vivofit ist mehr als ein Fitnessarmband, es ist eine wahrhaftige Kommunikationszentrale. Denn durch die kontinuierliche Verbindung mit meinem iPhone 6 erhalte ich alle Benachrichtigungen vom Smartphone auf das Display des Armbandes angezeigt. Das geht sogar so weit, dass ich durch meine Emails und WhatsApp Nachrichten scrollen kann, um nichts Wichtiges zu verpassen.

Wie gut das funktioniert und ob es mir bei meinen Jahresvorsätzen geholfen hat, zeigt unser Test!

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Garmin Vivosmart (OLED Display 128 x 16 Pixeln)

HIMMLISCHER TRAGEKOMFORT

Im Vergleich zum LG Lifeband Touch FB84 gibt es einen großen Pluspunkt: Der unfassbar gute Tragekomfort. Garmin hat vom Vivofit gelernt und an den richtigen Stellschrauben gedreht, um ein noch besseres Fitnessarmband zu machen. Das Gewicht ist im Vergleich zum Vorgänger um 5 Gramm reduziert worden und somit ist das Vivosmart nur noch ein Fliegengewicht mit 19,5 Gramm. Da staunt die Konkurrenz nicht schlecht. Mit einer Breite von 15 mm ist das Garmin Vivosmart auch eines der schmalsten Fitnessarmbänder auf dem Wearable Markt. Das Material besteht aus einem Kunststoff, das mit einem geradezu optimalen Härtegrad beschaffen ist.

Das Garmin Vivosmart lässt sich wunderbar 24 Stunden am Tag tragen!

Auch das Design ist wirklich schön geworden. Anstatt wie bei einer Smartwatch einen großen Computer am Handgelenk tragen zu müssen, reicht auch dieses unauffällige Armband. Da sich das Display bei Nichtnutzung ausschaltet, lässt sich beim Look von Armband kaum erahnen, wie viele Funktionen wirklich in diesem Fitnesstracker stecken.

BEWEG DICH JUNGE!

Und wie kann mir das Garmin Vivosmart bei meinen Vorsätzen helfen? Da gibt es so Einiges: Als ersten Schritt sollte man sich eine bestimmte Anzahl an Schritten als Tagesziel setzen. Schade ist hier, dass man sich neben der Schrittanzahl keine anderen Ziele setzen kann. Wenn das Tagesziel dann aktiviert ist, zählt das Armband die Schritte runter. Mit dem eingebauten 3D-Beschleunigungssensor erkennt das Fitnessarmband Bewegungen. Ab sieben zusammenhängenden Schritte fängt das Garmin erst an zu zählen, so vermeidet es jede kleinste Armbewegung mitzurechnen. Leider ist der Sensor vom Fitnessarmband trotz dessen zu empfindlich: Bei jeder Autofahrt werden durch die permanenten Lenkbewegungen Schritte gezählt. Das ist natürlich nicht gut, weil ich mich im Auto ja eigentlich kaum bewege. Außer dem 3D-Beschleunigungsmesser sind keine weiteren Sensoren im Vivosmart verbaut. Über die ANT+ Schnittstelle kann aber zusätzliche Hardware, wie ein Garmin Brustgurt für die Herzfrequenzmessung, gekoppelt werden.

Jetzt kommt es aber drauf an: Wie motiviert mich das Vivosmart dabei, meinen eigenen Schweinehund zu besiegen? Hier behilft sich Garmin mit einem Aktivitätsbalken. Der Aktivitätsbalken zeigt die Inaktivität seit der letzten Bewegung an. Hat sich dieser Balken innerhalb einer Stunde zur Hälfte gefüllt, gibt es eine Warnung. Der auch visuell wahrnehmbare Vibrationsalarm, hat mir mehrmals am Tag ein schlechtes Gewissen bereitet.

Je größer das schlechte Gewissen war, desto leichter fiel es mir mein inneren Schweinehund zu besiegen.

Neben den Schritten, werden auch die Kalorien vom Garmin Vivosmart gezählt. Das funktioniert, durch die Kopplung mit dem Schrittzähler, mehr oder weniger präzise. Ein weiteres Funktionsmerkmal ist die Schlafüberwachung:
Über das Display vom Vivosmart lässt sich der Schlafmodus bequem starten. Die Daten, die das Fitnessarmband sammelt, werden dann auf dem Smartphone oder im Internet angezeigt. Leider fehlt die Darstellung der Schlafphasen, weswegen die Auswertung des Schlafes im Vergleich zu der Konkurrenz recht dürftig ausfällt. 

Für die Vergesslichen von uns: Wer sein Handy wieder einmal irgendwo in der Wohnung verloren hat, kann mit Hilfe vom Garmin Vivosmart das eigene Smartphone durchklingeln lassen. Für mich ein absoluter Pluspunkt!

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Garmin Vivosmart Ausstattung

SIMPLE UND INNOVATIVE BEDIENUNG

Besonders gut hat mir das simple und innovative Bedienungskonzept vom Garmin Vivosmart gefallen. Durch seitliches Wischen über das Display, kann man sich durch das Menü navigieren. Durch Doppel-Tippen auf dem Bildschirm kann man es aktivieren und durch ein längeres Drücken steigt man dann tiefer ins das Menü ein. Das funktioniert echt einfach und schnell. Ein weiteres schönes Feature: Das Display kann gedreht werden und die Displayausrichtung vertikal angezeigt werden. Die Auswahl an Funktionen ist groß:

  • Training: Start, Pause, Speichern & Löschen
  • Schlafmodus: Start & Stop
  • Einstellung von der Helligkeit des Displays
  • Aktivierung Vibration
  • Smartphone klingeln lassen
  • Synchronisation starten
  • Bluetooth einschalten
  • Uhrzeit einstellen
  • Akkustand anzeigen
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Garmin Vivosmart: Rückseite

MACHT DIE SMARTWATCH ÜBERFLÜSSIG

Wie schon beim LG Lifeband ist das Garmin Vivosmart mehr als ein Fitnesstracker, es ist fast schon eine Smartwatch. Als Benachrichtigungszentrale für das gekoppelte Smartphone eignet sich das Vivosmart super, um nicht ständig das Handy aus der Tasche holen zu müssen. Neben Anrufen, E-Mails, SMS können noch weitere Nachrichten von Apps wie WhatsApp auf dem Display angezeigt werden. Das Schöne daran: Bis zu 160 Zeichen können dann auszugsweise aus den Nachrichten gelesen werden. 
Das ist natürlich eine Spitzensache, wenn man gerade im Geschäftsmeeting oder mit Freunden im Café sitzt. Man kann das Smartphone in der Tasche lassen und verpasst so gut wie nichts. Außerdem kann man beim Sport die Musik per Viviosmart steuern. So lässt sich die Musik vom Smartphone starten, stoppen, die Lautstärke einstellen und ganze Songs skippen.

Auch eine Wecker Funktion ist integriert. Über die App oder die Onlineplattform kann man eine Weck-Zeit einstellen und das Fitnessarmband versucht dann per Vibrationsalarm den Benutzer so sanft wie möglich aus dem Bett zu holen. Das klappt aber nicht immer: Ich als Schlafmütze bekomme dieses Vibrieren am Handgelenk kaum mit und schon nach einigen Sekunden wird diese Vibration auch eingestellt. Das Problem dabei: Eine neue Vibration wird nicht gestartet. Daher ist das Armband als alleiniger Wecker nur für Mutige zu empfehlen.

Daten, die das Fitnessarmband sammelt, kann man dann per App oder Online Plattform auswerten. Damit ist das Garmin Vivosmart unabhängig vom Betriebssystem deines Smartphones zu verwenden.

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Garmin Vivosmart: Verpackung

Garmin Vivosmart: FAZIT UND INNOVATIONS-CHECK

Insgesamt überzeugt mich das Garmin Vivosmart besonders durch die coole Optik und den Tragekomfort. Die Akkulaufzeit beträgt eine ganze Woche, die Kopplung mit dem Smartphone funktioniert super und die Daten, die es liefert, sind zuverlässig. Kritik muss ich bei der Empfindlichkeit vom Bewegungssensor üben, weil er einfach viel zu viele Bewegungen als Schritte interpretiert. Auch einen eingebauten Pulsmesser vermisse ich, den man sich aber per Zusatzhardware nachrüsten kann. Die Plattformunabhängigkeit und die Garmin Community dagegen sind echte Pluspunkte.

Ob es mir geholfen hat meine Vorsätze zu halten? Das auf jeden Fall! Als Motivationshelfer ist das Garmin Vivosmart echt zu gebrauchen. Der Preis liegt zurzeit bei 140 Euro bei Amazon: Garmin vívosmart Fitnessarmband mit Smartphone Benachrichtigungen, Touchscreen (Affiliate) und man kann zwischen 5 Farben wählen. Damit ist es ein teures Vergnügen, wenn man bedenkt, dass das LG Lifeband Touch gerade für 79 Euro im Angebot war.

Gemeinsam mit dem Garmin Vivosmart gegen den eigenen Schweinehund!

 

8.4
GARMIN VIVOSMART

Pros

  • Genialer Tragekomfort
  • Unauffälliges Design
  • Große Ausstattung
  • Plattformunabhängig
  • Geringes Gewicht

Kontras

  • Kein intelligenter Wecker
  • Kein integrierter Herzfrequenzsensor / Pulsmesser
  • Hoher Preis

Unser Fazit


DESIGN
8
TRAGEKOMFORT
10
PREIS & LEISTUNG
6
INNOVATION
8
FUNKTIONEN
9